
Musikalischer Salon
Melodien aus Böhmen
Feinsinnige Klang- und Stimmungsbilder aus Böhmen im Palais Lichtenau
Programme
- Bedřich Smetana, Klaviertrio g-Moll op. 15, 2. Satz
- Erwin Schulhoff, Duo für Violine und Violoncello (1925), 1. Satz Moderato
- Vítězslava Kaprálová, Ritornel op. 25 für Violoncello und Klavier (1950)
- Gustav Mahler, Klavierquartett a-Moll
- Antonín Dvořák, Romantische Stücke für Violine und Klavier op. 75, Nr. 2 und Nr. 4
- Sláva Vorlová, Fantasie über ein tschechisches Volkslied op. 33 für Viola solo
- Erwin Schulhoff, Sonate für Violine und Klavier op. 7, 2. & 3. Satz
- Josef Suk, Klavierquartett a-Moll op. 1, 3. Satz
Performers
- Susanne Zapf
- Jennifer Anschel
- Ulrike Hofmann
- Nadezda Tseluykina
- Clara Rempe, Konzertdienst
- Mitglieder der Kammerakademie Potsdam
Eine „eigene Melancholie im Melodischen“ wird der tschechischen Komponistin Vítězslava Kaprálová zugeschrieben. Ihre kinderliedartigen Ritournelles sind ihr letztes vollständiges Werk – aufgrund eines Tumors wurde die Schülerin von Bohuslav Martinů nur 25 Jahre alt. Zur Melancholie gesellen sich weitere feinsinnige Stimmungsbilder aus Böhmen: jugendlich-romantische Naivität in den zur Hausmusik bestimmten Stücken Dvořáks, schmerzhafte Lamenti bei Bedřich Smetana im Gedenken an seine verstorbene Tochter, schillernd-raffinierte Expressivität bei Erwin Schulhoff auf dem Weg in die Moderne. Volkslieder und Märchen inspirierten Sláva Vorlová und Josef Suk zu ihren Werken, während im Frühwerk Gustav Mahlers Anklänge an Brahms, Schumann und Schubert zu hören sind. Zugang nicht barrierefrei