
Musikalischer Salon
Les Nations
Die italienische Triosonate als Inspiration - Musik von Couperin und Bach im Palais Lichtenau
Programm
- Johann Sebastian Bach, Sechs Triosonaten BWV 525-530 (Auswahl)
- François Couperin, Les Nations (Auswahl)
Beteiligte
- Jan Böttcher
- Birgit Zemlicka
- Christoph Knitt
- Tobias Lampelzammer
- Rita Herzog
- Laura Rajanen
- Clara Rempe, Konzertdienst
- Nadine Nollau, Sprecherin
- Mitglieder der Kammerakademie Potsdam
Mit seiner 1726 veröffentlichten Triosammlung „Les Nations“ richtet François Couperin den Blick über die Grenzen seines Landes hinaus. Die vier Teile des Instrumentalzyklus tragen quasi-programmatische Überschriften: „La Françoise“, „L’Espagnole“, „L'Impériale“ und „La Piémontoise“ – die erst hundert Jahre später entstehenden Nationalstaaten Deutschland und Italien werden im absolutistischen Frankreich noch umschrieben. Couperins Titel verweisen daher zunächst auf seine Beschäftigung mit verschiedenen musikalischen Stilen, darunter die von ihm besonders bewunderte italienische Triosonate. Diese war auch für Johann Sebastian Bach prägend. Im Autograph seiner 1727-32 wohl als Lehrmaterial für seinen Sohn Wilhelm Friedemann entstandenen Sammlung für Orgel wird erkennbar, dass sie ursprünglich als „echte“ Triosonaten für zwei Melodieinstrumente und Basso continuo angelegt waren. Zugang nicht barrierefrei