
KAPmodern
Spiel’s noch einmal. Und noch einmal …
Sphären von Schwerelosigkeit, Zustände wie in Trance - KAPmodern zeigt, welch große Wirkung bereits wenige Töne entfalten können
Programm
- Giacinto Scelsi, Et maintenant, c’est à vous de jouer (1974)
- Morton Feldman, Two Pieces for Clarinet and String Quartet (1961)
- Morton Feldman, The King of Denmark (1964)
- Johannes Nied, Zugabe (2004)
- Beat Furrer, Aer für klarinette, violoncello und klavier (1991)
- Pause, Pause
- Mario Lavista, Divertimento para una bruja (2009)
- Kate Moore, Cicadidae (2019)
Beteiligte
- Tobias Lampelzammer
- Adam Weisman
- Laura Rajanen
- Michiko Iiyoshi
- Christoph Starke
- Jonas Palm
- Özgür Aydin
- Miguel Pérez Iñesta
- KAPmodern Ensemble
Modern = hochkomplex? Muss nicht sein. Manch Werk erreicht mit wenigen Tönen die volle Wirkung, einfach durch ihre Wiederholung. Ins Endlose schweifend schafft Morton Feldman so Sphären von Schwerelosigkeit. Zustände wie in Trance – wer mal im Sommer unter einem Baum voller Grillen saß, kennt, was Kate Moore in ihrem Quartett erklingen lässt. Ins Dunkle hinab steigt Giacinto Scelsi, besessen von der Kraft tiefer Töne, während Beat Furrer luftige Bewegung sucht. Was wäre ein gelungenes Konzert ohne Zugabe? Johannes Nied hat da etwas vorbereitet. Wenn es dann noch nicht reicht, ist ein Stück wie Mario Lavistas Divertimento über Hexen oder dänische Könige ein willkommenes Repetitorium. „War d a s das Leben? Wohlan! Noch Ein Mal! In solchem Spruche ist viel klingendes Spiel“, wusste Nietzsche. „Wer Ohren hat, der höre. – “, gern „unzählige Male“.
Eine Besonderheit dieses Konzertabends liegt in der erneuten Begegnung des KAPmodern Ensembles mit Kunst-Studierenden der Universität Potsdam. Schon in den vergangenen Saisons hatten sich Masterstudierende des Lehramtes Kunst, angeleitet von der Dozentin Ivette Widmann, mit Musik der KAPmodern-Reihe auseinandergesetzt und dazu während ausgewählter Konzerte Ausstellungen präsentiert. Die Ergebnisse ihrer aktuellen Arbeit rund um Körper, Raum und Ton werden dieses Mal im Rahmen einer experimentellen Tanzperformance vorgestellt - ein neues, spannendes Aufeinandertreffen der Musiker*innen mit den Studierenden.
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